Wasserspender: Hollywoodstars Diane Kruger und Joshua Jackson testen Brennstoffzelle in der Wüste.

31 01 2014 | Christian Sauer | Kategorie: Umleitung | 2 Kommentare

Mercedes-Benz B-Klasse F-CELL im Death Valley

[Bei der B-Klasse F-CELL soll nur reines Wasser raus kommen; Fotos: Mercedes-Benz]

Seit mehr als zwei Jahren testen die Hollywoodstars Diane Kruger und Joshua Jackson einen Wasserstoff-Prototypen von Mercedes-Benz. Nun wagten beide einen Trip ins Death Valley – wir zeigen das Video davon.

Die rund 70 F-CELL, die ausgewählten Personen in den USA zur Verfügung gestellt wurden, haben laut Mercedes inzwischen mehr als 1,6 Millionen Kilometer zurückgelegt und dabei rund 113.500 Liter Kraftstoff sowie nahezu 270 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Eines der insgesamt knapp 200 Fahrzeuge, die seit 2010 in Europa und den USA mit Wasserstoff fahren, hat bereits 315.000 Kilometer auf dem Tachometer. Welche außergewöhnlichen Möglichkeiten der Brennstoffzellenantrieb bietet, zeigen die Schauspieler jetzt bei einem Ausflug ins kalifornische Death Valley, einem der trockensten Orte der Welt.

„Wir sind mittlerweile überzeugte Brennstoffzellenfans. Die Nutzung des Autos ist total einfach. Im Alltag haben wir keinerlei Einschränkungen bei unserer gewohnten Mobilität – und Wasserprobleme im Death Valley hatten wir auch nicht“, so Diane Kruger. „In drei Minuten voll tanken, rund 400 Kilometer weit fahren und dabei null Emissionen ausstoßen – das ist einfach perfekt“, sagt Joshua Jackson. Ganz Hollywood fahren die beiden Schauspieler im Film „Defying Death Valley“ ohne Trinkwasservorräte zwei Tage lang durch das rund 50 Grad Celsius heiße Death Valley und nutzen allein das Wasser, das beim Fahren durch den Betrieb der Brennstoffzelle entsteht, zum Trinken und Kochen!

Diane Kruger with her Mercedes F-Cell

Nochmal kurz zum Fahrzeug selbst: Die B-Klasse F-CELL ist das erste unter Serienbedingungen gefertigte Elektrofahrzeug mit Brennstoffzelle von Mercedes-Benz. Der Fahrstrom wird an Bord aus der chemischen Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff erzeugt. Die Brennstoffzellentechnologie ist integraler Bestandteil der langfristig angelegten Daimler-Antriebsstrategie hin zu einer emissionsfreien Mobilität. Schon beim Mercedes-Benz F-CELL World Drive im Jahr 2011 legten drei Brennstoffzellen-Fahrzeuge in 125 Tagen 30.000 Kilometer in 14 Ländern auf vier Kontinenten zurück. Auch Joshua Jackson machte bei der ersten Weltumrundung mit Wasserstoff mit und fuhr eine Teilstrecke in den USA.

B-Klasse, W245, F-CELL im Death Valley
Neben den inzwischen knapp 200 B-Klassen F-CELL brachte die Daimler AG seit 2001 60 A-Klasse F-CELL, drei Sprinter und knapp 60 Busse mit Brennstoffzellenantrieb in Flottentests auf die Straße. Zusammen haben die mehr als 300 Fahrzeuge bis heute rund neun Millionen Kilometer zurückgelegt. Das soll die uneingeschränkte Alltagstauglichkeit und Langlebigkeit der Brennstoffzellentechnologie demonstrieren. Um die großflächige Verfügbarkeit dieser aufwendigen Technologie zu beschleunigen und Investitionskosten zu senken, haben Daimler, Ford und Nissan Anfang 2013 eine Kooperation zur gemeinsamen Entwicklung eines Brennstoffzellensystems geschlossen. Ziel ist es, im Jahr 2017 ein wettbewerbsfähiges Elektrofahrzeug mit Brennstoffzelle auf den Markt zu bringen.

Diane Kruger with her Mercedes F-Cell

Daimler geht davon aus, dass innerhalb der kommenden Jahre insbesondere beim Aufbau der Wasserstoff-Infrastruktur signifikante Fortschritte gemacht werden – nicht zuletzt durch das eigene Engagement von Daimler in verschiedenen internationalen Demonstrationsprojekten und im Rahmen der Initiative H2 Mobility. Diese hat sich erst kürzlich darauf verständigt, bis zum Jahr 2023 die Zahl der öffentlichen H2-Tankstellen in Deutschland von heute 15 auf rund 400 auszubauen. Somit würden nicht nur für die Ballungsräume und Hauptverkehrsrouten, sondern auch für den ländlichen Raum eine Versorgung geschaffen werden können. Wir von griin bleiben dran.


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    2 Kommentare


    1. josef | 03 02 2014 | 11:25 Uhr

      destilliertes Wasser trinken? ob dies auf dauer so gesund ist?
      der Wasserstoff wächst an der Tankstelle? wenn er keine Emissionen erzeugen soll?



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