Sparen statt Fahren: Ramsauers Radpolitik reine Makulatur?

27 06 2012 | Dominik | Kategorie: Umleitung | 2 Kommentare


[Bild: BMVBS]

Anfang Juni verkündeten wir noch voller Freude, dass Verkehrsminister Ramsauer auf’s Rad gekommen sei: Von 11 auf 16 Prozent wollte er den Radverkehr in Städten steigern – um fast 50% also. Doch im Hintergrund stutzt Ramsauer heimlich, still & leise die Investitionen in den Erhalt und Ausbau der Radwege zusammen…

Mit dem nationalen Radverkehrsplan hatte Ramsauer angekündigt, die Rahmenbedingungen zur Stärkung des Fahrradverkehrs zu definieren. Gut und schön, wie wir immernoch finden. Doch in der Politik gibt es nur eine einzige Währung: Put your money where your mouth is. Und hier ist Ramsauer offenbar noch ganz der alte (Autofreund).

Auf eine Anfrage der Grünen nämlich kam jetzt raus, dass Ramsauer beim Thema Radverkehr nicht den Turbo, sondern den Rotstift auspackt: Während 2010 noch 100 Millionen Euro in den Erhalt und Ausbau des Radwegenetzes investiert wurden, werden es 2012 nur noch 60 Millionen sein. Und 2013 will Ramsauer den Etat sogar auf 50 Millionen kürzen. Die 50 prozentige Steigerung des Radverkehrs will Raumsauer also mit 50 Prozent Kürzungen im Budget erreichen?!

Wie die Auto BILD berichtet, lautet die offizielle Begründung, dass das Geld für andere Verkehrswege dringender gebraucht werde. Den großen Worten folgen scheinbar keine großen Taten – ganz im Gegenteil. Hier scheinen die Kritiker  Recht zu behalten, die in Ramsauers Radverkehrsplan konkrete Zusagen & Entschlossenheit vermissten (siehe Griin-Artikel). Fazit: Dislike!


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    2 Kommentare


    1. wolfgang | 28 06 2012 | 16:24 Uhr

      *lach* schaut sie euch an, die Anzugträger… wer von denen wird mit dem fFhrrad die täglichen Strecken zurücklegen…. schon daran sieht man doch, daß das Ganze eine Farce ist. Armes Deutschland, verkohlt, veräppelt, verdummt…



    2. Dominik | 04 07 2012 | 09:46 Uhr

      ;)
      Erwartet ja keiner, dass die MdBs demnächst zum Parlament radeln… Aber denen, die das wollen, sollten die Damen & Herren es ermöglichen – und sie nicht schlechter-, sondern besserstellen als Autofahrer! Oder?



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