Teil 2 unseres großen griin-Alltagstests des Tesla Model S – Ist der Stromer doch noch nicht ausgereift und für längere Fahrten ungeeignet?

08 12 2013 | Christian Sauer | Kategorie: Serienreifes | 43 Kommentare

Tesla Model S griin Test Teil 2

[Leider ist die Reichweitenangabe des Tesla Model S nur bedingt vertrauenswürdig; Foto: Christian Sauer]

Im ersten Teil unseres großen Fahrberichts überzeugte uns die Elektrolimousine mit ihrem Design, Komfort und der enormen Leistung. Nun folgt der härteste Teil unseres Tests – Langstrecke auf der Autobahn.

Der erste Schock – das Display zeigt nach der kurzen Pause über 10 km weniger Reichweite an. Warum das? Wir können uns die Gründe dafür nicht erklären und fahren möglichst effizient weiter. Zum Überholen steigern wir das Tempo kurz auf 140, 150 km/h aber lassen uns dann sofort wieder auf 120 bis 130 zurückfallen. Dennoch wird schnell klar, dass wir das Ziel so nicht erreichen werden. Wenn wir in Kassel anhalten müssen, können wir ruhig auch etwas schneller fahren. Der Wagen liegt wirklich gut in Kurven, die Lenkung arbeitet in der sportlichen Einstellung schön direkt, und die Luftfederung ist straff, aber mit genügend Restkomfort abgestimmt. Wie entspannt wäre die Fahrt, wenn der Blick nicht ständig auf das Verbrauchsmenü wandern würde.

Tesla Model S Range Display

[Der Verbrauch und die unterschiedlichen Angaben zur Reichweite werden grafisch dargestellt; Foto: Christian Sauer]

Dort wird in einer Art „Fieberkurve“ per Diagramm der Verbrauch dargestellt. Die untere Linie, „Rated Range“ genannt und als Restreichweite auch im Fahrerdisplay angezeigt, gibt einen deutlich optimistischeren Ausblick als die nächste Linie, „Average Rage“. Um die Verwirrung zu komplettieren,  gesellt sich noch eine Hochrechnung anhand des momentanen Verbrauchs hizu. Gut, wenn man einen Beifahrer an seiner Seite hat, der die Analyse übernehmen kann und den Piloten einbremst. Trotzdem werden die Ausschläge auf dem Display immer heftiger, denn die bergige Topografie der A7 vor Kassel treibt den Verbrauch trotz Rekuperation in die Höhe. Umso erleichterter erreichen wir gegen 21:30 mit rund 30 km Restreichweite das ersehnte Zwischenziel.

Google Maps

[Nach rund 2/3 der 365 km „langen“ Reise müssen wir einen Zwangsstopp einlegen; Foto: Google Maps]

Auf dem Parkplatz des Restaurants angekommen, parken leider zwei Benziner vor der abgeschlossenen Ladesäule. Den Schlüssel gibt es am Tresen, und dank der Höhenverstellung des Luftfahrwerks sollte sich der Tesla auch auf die Wiese daneben bugsieren lassen. Doch soweit kommt es gar nicht, da unser roter Adapter nicht in den Starkstromanschluss passt. Wie sich später herausstellen sollte, ist die 16-Ampere-Version des Model S kleiner als die mit 32 Ampere, wofür Tesla keinen Adapter anbietet.

Tesla Model S Ladekabel

[Doch nicht den richtigen Adapter dabei – v. l. 16 Ampere Drehstrom, Schuko und Typ2; Foto: Christian Sauer]

Vielleicht bringt uns ein Anruf beim Tesla-Pannenservice weiter. Wir wählen die kostenlose Nummer und können zu unserer Verwunderung nur auf einen Anrufbeantworter sprechen. Zumindest lässt sich die Wichtigkeit als dringend einstufen – dann sollte es mit dem Rückruf nicht lange dauern. In der Zwischenzeit versuchen wir es bei den örtlichen Stadtwerken, und der freundliche Mitarbeiter macht uns Hoffnung: „In der Innenstadt gibt es mehrere Ladesäulen mit beiden Anschlüssen.“ Super, zehn Minuten später stehen wir davor, auf einem speziell für Elektrofahrzeuge reservierten Parkplatz, und tatsächlich gibt es den richtigen Anschluss. Das Problem ist nur, dass die Säule eine Kundenkarte verlangt, die wir natürlich nicht haben, „unser Mann“ bei den Stadtwerken kann dabei wohl auch nicht weiterhelfen. Erst als wir ihm nachdrücklich unsere prekäre Situation schildern, lädt er uns ausnahmsweise auf eine Ladung zum Betriebshof der Stadtwerke ein.

Tesla Model S Türgriffe

[Wenn sich die Batterie komplett leert, sind die letzten Ampere aus Gründen der Sicherheit für die elektrisch heraus gleitenden Türgriffen und die Warnblinkanlage reserviert; Foto: Christian Sauer]

Das riesige, mit Stacheldraht und Kameras gesicherte Gelände liegt außerhalb der Innenstadt. Dort angekommen, parken wir unseren Testwagen neben dem firmeneigenen Elektro-Fahrzeug und sind einfach nur glücklich, endlich laden zu können. Mit etwa einem Kilometer mehr Reichweite pro Minute sollten wir in drei bis vier Stunden genug Strom getankt haben, um die letzten 155 km bis nach Wernigerode zu schaffen. Doch was machen wir in der Zwischenzeit? Im Auto zu dösen ist bei den Temperaturen keine gute Idee, also per pedes zurück in die City. Tatsächlich finden wir noch einen Imbiss, bei dem um 23 Uhr noch reges Treiben herrscht und wo wir uns aufwärmen können.

Tesla Model S Key

[Der Schlüssel des Tesla Model S ist als dessen Miniatur gestaltet; Foto: Christian Sauer]

Hier bleibt genug Zeit für Fragen: Was hätte jetzt wohl ein Tesla-Käufer gemacht, der für ein vergleichbar ausgestattetes Model S rund 100.000 Euro ausgibt? Warum werden keine Ladesäulen mit Bezahlfunktion per EC- oder Kreditkarte installiert? Obwohl Tesla das Model S als Ganzjahresauto auch für die Winterzeit promotet, haben die tiefen Außentemperaturen vielleicht doch Reichweite gekostet? Wie wäre unsere Fahrt verlaufen, wenn es bereits das Supercharger-Netz entlang der Autobahnen gäbe? Mit den Schnellladestationen sollen dann ab 2014 nach einer halben Stunde über 300 km mehr verfügbar sein. Nur davon haben wir jetzt hier noch nichts.

Inzwischen hat der nächste Tage begonnen, und wir blättern aus Langeweile im kompakten Verkaufsprospekt. Eine Tabelle listet die technischen Daten der unterschiedlichen Leistungsstufen auf. Acht Jahre Garantie auf die Batterie gibt es für alle, unbegrenzte Kilometer nur für die beiden stärkeren Varianten. Für diese ist noch ein weiterer Wert für die Reichweite angegeben – 480 km – „geschätzt“ bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 88 km/h. Für eine Reise-Limousine ist das doch ein Scherz, oder?

Tesla Model S Ladekabel

[Mit zunehmendem Ladungszustand leuchten die grünen LEDs neben dem Stromanschluss langsamer; Foto: Daniel Englisch]

Die Zeit scheint still zu stehen, aber dann irgendwann nach 2 Uhr zeigt das Display eine Rated-Reichweite von 255 und eine Average von immerhin 178 km an. Trotzdem sollten wir die letzten 155 km sehr langsam angehen und uns ggf. am Ende noch steigern. So „kriechen“ wir mit Tempo 90 auf der rechten Spur der Autobahn und sind froh, dass in der Nacht nicht mehr viele Trucks unterwegs sind. Bei aller Disziplin scheint uns wieder die Energie auszugehen. Rund zwei Stunden später, kurz vor vier Uhr kommt das Ziel in Sicht – das vorzeitige Ende unserer Fahrt allerdings auch – noch 10 km Weg bei 1 km Reichweite. Brauchen wir zu guter Letzt tatsächlich noch ein Taxi? Doch dann scheint es doch noch ein Happy-End zu geben, als auf dem Display plötzlich eine Notreserve angezeigt wird. Wenige Minuten später passieren wir das Ortschild von Wernigerode und haben es geschafft. Um diese Uhrzeit wollen wir allerdings keinen Mitarbeiter der hiesigen Stadtwerke mehr rausklingeln, um uns die kostenlose Ladesäule zu aktivieren.

Tesla Model S leere Batterien

[So sieht das Model S also am Ende seiner Kräfte aus; Foto: Christian Sauer]

Wenige Stunden später liegen nur zwei Kilometer zwischen unserem Parkplatz und der Ladestation. Das sollte das Tesla Model S doch nun auch noch schaffen, denken wir und rollen los. Sofort wird ein Notprogramm aktiviert, das die Klimaanlage deaktiviert und die gesamte Leistung extrem reduziert. Auf der Geraden schaffen wir 30 km/h, aber vor uns liegt noch eine Unterführung. Und es ist wie in einem schlechten Traum – „Wagen wird heruntergefahren. Fahrzeug bitte am Straßenrand abstellen.“ – wir schaffen die Ausfahrt nicht mehr und bleiben rund 150 Meter vorm Ziel liegen. Okay Ruhe bewahren, Warndreieck aufstellen und Warnweste anziehen! Da es unmöglich erscheint, das über zwei Tonnen schwere Model S auf der Schräge weg zu schieben, rufen wir den ADAC und ordern einen Abschleppwagen.

Tesla Model S abschleppen

[Kurz vorm Ziel gibt der Stromer mit leeren Batterien an einer leichten Steigung auf und muss abgeschleppt werden; Foto: Christian Sauer]

Interessantes Detail, im System des ADAC ist Tesla wohl noch nicht als Hersteller angelegt, dabei hatte das Model S dort vor kurzem erst so gut im Test abgeschnitten. Die mehrstündige Wartezeit bis zum Abschleppen nutzen einige Passanten, ihr Bedauern mit uns auszudrücken oder Fotos von dem Exoten zu machen. Dann endlich kommt der „Gelbe Engel“ von einem anderen Einsatz und ist sichtlich vom Tesla überrascht – den hat er garantiert noch nicht in den Händen gehabt. Gut, laut englischsprachiger Bedienanleitung befindet sich der Abschlepphaken hinter dem schwarzen Grill vorn, der irgendwie rausgehebelt werden muss. Das ist fummelig, aber klappt. Nun muss der Abschleppmodus per Touchscreen aktiviert und das Getriebe auf N(eutral) gestellt werden. Bei unserem Pech hat sich durch den Warnblinker allerdings auch die 12V-Batterie entladen, und nichts geht mehr im Cockpit. Also erstmal Starthilfe – aber wie?

Tesla Model S ADAC Abschleppwagen

[Huckepack legt der Tesla die restlichen Meter zur Ladesäule zurück; Foto: Christian Sauer]

Die Bedienanleitung schlägt vor, die Hotline anzurufen. Von der haben wir seit dem Vorabend zwar nichts gehört, wir geben ihr aber gern eine zweite Chance. Es ist kaum zu glauben, jemand nimmt ab. Der will allerdings von Tesla noch nichts gehört haben. Wir wählen noch einmal und erreichen tatsächlich einen vermeintlich richtigen Callcenter-Mitarbeiter. Leider kann er uns beim Thema Starthilfe nicht weiterhelfen und meint, dass der ADAC-Kollege doch bitte mal seine Hotline anrufen solle. Der hat inzwischen selbst zwei farbig markierte Bauteile gefunden, wo anscheinend die Kabel angeschlossen werden müssen. Geschafft – das Model S hat wieder so viel Energie, um abgeschleppt werden zu können und legt die 150 m bis zur Ladesäule huckepack zurück.

Tesla Model S öffentliche Ladesäule

[An vielen öffentlichen Ladesäulen wie hier in Homberg (Efze) lässt sich nur per Kundenkarte, aber nicht per EC- oder Kreditkarte „tanken“; Foto: Daniel Englisch]

Ab jetzt kann es nur noch besser werden, und tatsächlich läuft nun (fast) alles glatt. Ein Mitarbeiter der Stadtwerke Wernigerode kommt, öffnet uns die Ladesäule, und per Typ2 stehen fünf Stunden später 493 km Reichweite zur Verfügung – zumindest theoretisch. Da es morgen wieder zurück nach Frankfurt geht, sparen wir uns lieber Ausflugsfahrten vor Ort und schauen stattdessen im Internet nach einer anderen Notladestation im nördlichen Hessen. Ungefähr auf halbem Weg werden wir in Homberg (Efze), wiederum beim regionalen Stromversorger fündig. Analog zu Kassel benötigt man dort eigentlich auch eine Kundenkarte, wiederum bietet uns ein netter Mitarbeiter seine Hilfe an. Trotz relativ schnellen Ladens bleiben mehrere Stunden zum Sightseeing in der nordhessischen Kleinstadt.

Tesla Model S Frankfurt Hanauer Landstraße

[Zurück beim Tesla-Servicecenter in Frankfurt; Foto: Christian Sauer]

Doch irgendwann endet auch die „schönste Reise“, und ernüchtert stellen wir das Tesla Model S wieder in Frankfurt ab. Zugegeben, unsere Fahrt ist eine Momentaufnahme und mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur werden sich heutige Probleme zumindest teilweise erledigen. Wir konnten den Fahrspaß und Komfort der Elektro-Limousine nur im Ansatz genießen und warten bis dato noch immer auf einen Rückruf der Tesla-Pressesprecherin, die unseren Testwagen auf mögliche Vorschäden prüfen lassen wollte. Einen Tag nach Abgabe des Model S meldet sich übrigens dann doch noch die Hotline von Tesla auf unseren Anruf von vorgestern zurück und fragt tatsächlich, ob sich das Problem inzwischen erledigt hat. Ja, vielen Dank!


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    43 Kommentare


    1. Ma2306 | 08 12 2013 | 12:07 Uhr

      Dass diese Ausfahrt so ausging, liegt in erster Linie an der Naivität der Tester! Die setzen sich doch tatsächlich in das Auto, fahren mit 120 bis 150 Sachen die Kasseler Berge hoch und erwarten dann wie selbstverständlich 500 km Reichweite. Nur, um – als es zu spät ist – im Prospekt zu blättern und sich über die 88 km/h-Bedingung zu echauffieren.

      Wie immer gilt: Sich erst über das Produkt informieren, und es dann verwenden. Sollte selbstverständlich sein.



    2. C.Fischer | 08 12 2013 | 12:24 Uhr

      Haben Sie in Ihrem Blog zur nachhaltigen Mobilität noch nie ein Elektroauto getestet? Für eine Langstrecke in Deutschland benötigt man auch mit einem Model S etwas mehr Planung, zumindest aktuell Stand Dezember 2013. Dann hätten Sie die Tour ohne Probleme mit einem passenden Typ2-Ladekabel, den passenden RFID-Karten zum Freischalten und etwas mehr Reserve in der Reichweite geschafft. Die noch inhomogene Ladeinfrastruktur in Deutschland ist leider noch Realität.
      Aktuell wird durch den Bau des Supercharger-Netzwerks von Tesla Motors dieser Nachteil mehr als ausgegelichen. Gestern konnte ich mit meinem Model S erstmals an einem Supercharger in den Niederlande völlig unproblematisch während einer Kaffeepause den Akku auf 90% nachladen. Und diese Ladepunkte werden an mehreren Stellen an deutschen Autobahnen in diesen Tagen gebaut. Die eingeschränkte Ladeinfrastruktur kann man mit Sicherheit nicht Tesla ankreiden.
      Es hat auch ein Geschmäckle, daß Sie plakativ den Wagen bis auf Null Reichweite runterfahren und den Abschleppvorgang mit mehreren Bilder im Bericht dokumentieren. Letzlich eigene Dummheit, passiert Ihnen das auch mit Ihrem Verbrenner-Auto?
      Wenn Sie sich mit dem Thema Elektromobilität ernsthaft beschäftigt hätten, würden Sie den gewaltigen Unterschied zwischen den Elektroautos der ersten Generation und dem Model S auch in der Langstreckentauglichkeit erkennen.



    3. Tachy | 08 12 2013 | 12:29 Uhr

      griin ist wohl Broder 2.0 !

      Wer immer noch glaubt, dass hier richtig getestet wird, kann sich auch mal den alten Ampera-Test von griin reinziehen:

      http://griin.de/serienreifes/opel-ampera-teil-2-nuerburgring-nordschleife

      “35 bis 40 km rein elektrische Reichweite bei normaler Fahrweise” war schon damals definitiv grober Bullshit!

      Ich fahre den Ampera seit zwei Jahren täglich im Pendelverkehr auf einer Mischstrecke von 50 km (10 km 120 km/h, 30 km mit 80 km/h Landstraße, 10 km Stadtverkehr ) im Winter regelmäßig mit 55 km Reichweite und im Sommer mit 70 km Reichweite! Drei/vier gut beschleunigte Ampelstarts sind da sicherlich immer mit dabei.

      opel-ampera-forum.de



    4. Mario | 08 12 2013 | 12:37 Uhr

      Der Test des S ist doch wirklich für die Füsse…
      Vorher etwas Hirn einschalten und erst dann bloggen..
      Sensationsgeilheit ist was für die AutoBlöd Gemeinde.

      Wer die Anfangskurve mit fast 40kwh/100km sieht weiss ganz geenau, dass Bleifuss gefahren wurde.

      Etwas mehr Hintergrund erwarte ich von einem Blog, der um die Grüne Mobilität handelt…

      Tja, Chance verpasst..

      Setzen 6



    5. Christian S. | 08 12 2013 | 12:37 Uhr

      Vielen Dank für das Feedback, aber wir hatten schon gar nicht mehr mit der “maximalen” Reichweite von rund 500 km gerechnet.

      Doch die Reichweite des Tesla schmolz selbst bei gemäßigter Fahrweise – größtenteils langsamer als die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h – dahin und war nicht berechenbar.



    6. UTs | 08 12 2013 | 12:42 Uhr

      Das erinnert mich doch ungemein an den “Test” in der NYT vor ca. 1 Jahr …
      Weniger als 250km Reichweite zu schaffen kann ich mir nur bei absichtlich unökonomischer Fahrweise vorstellen, vor allem wenn man nie schneller als 150km/h gefahren ist!



    7. Christian S. | 08 12 2013 | 13:02 Uhr

      Wir von griin freuen uns auf viele weitere Kommentare und eine rege Diskussion, gleichzeitig bitten wir aber auf Schimpfwörter etc. zu verzichten.



    8. Thorsten | 08 12 2013 | 13:25 Uhr

      Ich habe vor einigen Tagen 440 km mit einem Model S mit 60 kWh-Akku ohne Probleme mit nur einem kurzen Ladestopp zurückgelegt und kann daher die hier beschriebenen Erfahrungen in keiner Weise bestätigen. Der Verbrauch bei 100 bis 110 km/h entspricht fast exakt der vom Model S berechneten “Typical Range” oder liegt sogar darunter.

      Das Laden an öffentlichen Typ 2-Säulen funktioniert problemlos, bei vielen Anbietern sogar ohne Smartcard/Vertrag per SMS-Freischaltung. Und mit den in Kürze eröffneten Tesla Superchargern sind sogar Langstreckenfahrten quer durch Europa ohne lange Ladestopps möglich.

      Falls Sie an fundierten Informationen zum Model S interessiert sind, lade ich Sie herzlich ins TFF Forum (www.tff-forum.de) ein.

      tff-forum.de



    9. KaJu74 | 08 12 2013 | 13:45 Uhr

      Wenn ihr diese Grafik berücksichtigt hättet:
      http://www.tff-forum.de/viewtopic.php?f=13&t=870&start=60#p16152
      dann wäre klar gewesen, das bei 130 km/h maximal 310km möglich sind.

      Durch das Berauf fahren und das “Überholen mit 150 km/h” hat die Reichweite erwartungsgemäß schrumpfen lassen.

      Das war auch bei Verbrennerzeiten nicht anders.

      Wenn ich mit meinen letzten Auto`s (333-400PS ) schnell gefahren bin, war der Tank auch schnell leer. Komisch oder?

      tff-forum.de



    10. Tachy | 08 12 2013 | 13:52 Uhr

      War die “normale Fahrweise” beim Ampera-Test damals etwa auch nicht mehr berechenbar?

      Sorry, das sagt einfach alles.

      opel-ampera-forum.de



    11. Christian S. | 08 12 2013 | 13:55 Uhr

      Doch habt ihr aus Euren Erfahrungen eine Erklärung dafür, dass die tatsächliche Reichweite ab Kassel trotz der flacheren Topografie und noch langsameren Geschwindigkeit geringer als die Rated- und Average ausfiel?



    12. Tachy | 08 12 2013 | 14:02 Uhr

      Ja, “normale Fahrweise” kann es definitiv nicht gewesen sein.

      opel-ampera-forum.de



    13. Jürgen | 08 12 2013 | 14:20 Uhr

      Da braucht man ja nichts mehr dazu zu sagen. Ich dachte eigendlich daß man sich nicht dämlicher anstellen kann als der Reporter der New York Times. Gratuliere, ihr habt es bewiesen, es geht.



    14. Jana | 08 12 2013 | 16:38 Uhr

      Komisch, als Blog für nachhaltige Mobilität solltet ihr eigentlich professioneller an solch einen Test gehen. Das ist ja noch schlimmer als in der deutschen Motorpresse. Niemand der ein Elektroauto fährt, informiert sich vor der Abfahrt nicht über die Lade- und Zugangsmöglichkeiten unterwegs und vor Ort. Das ist als würde man Diesel in einen Benziner kippen und sich dann wundern und darüber beschweren, dass er nicht weiterfährt.

      Solche DAU-Tests sind sicherlich nicht förderlich für die Elektromobilität. Das wird dann geteilt, spricht sich rum und hängen bleibt nur “So’n Elektroauto ist voll Schrott, da wird man ja abgeschleppt.” Nur weil eure Tester sich anstellen wie eine Kuh zum Radfahren. Oder hattet ihr Angst, dann von den deutschen Herstellern keine Testwagen mehr zu bekommen.

      Solltet ihr noch etwas Nachhilfe in Sachen “Unterwegs mit dem Elektroauto” brauchen, geben euch die Leute von W-Emobil 100 auf Facebook und ich gerne Tipps.

      Ansonsten empfehle ich euch die PlugFinder-App und das goingelectric.de Stromtankstellenverzeichnis.

      Beste Grüße von einer Elektroautofahrerin, die trotz “nur” 200 km Reichweite selbst auf langen Strecken noch nie abgeschleppt werden musste.

      ZoePionierin.de



    15. Christian S. | 08 12 2013 | 16:49 Uhr

      Das Thema scheint ja zu polarisieren – vielen Dank auf jeden Fall für Euer umfangreiches Feedback samt konstruktiver Kritik. Wie ihr sicher wisst, beschäftigen wir uns von griin bereits seit 2009 mit den unterschiedlichen Aspekten nachhaltiger Mobilität. Seitdem haben wir schon divere elektrifizierte Fahrzeuge getestet und sehen in ihnen die Zukunft. Unsere Testfahrt mit dem Tesla Model S stellt sicher “nur” eine Momentaufnahme dar, vielleicht sogar einen Einzelfall mit schlechten Ausgang – und zwar nicht mit Absicht. Wir freuen uns auf weitere Erfahrungsberichte von Euch!



    16. Tachy | 08 12 2013 | 16:53 Uhr

      Tja, vielleicht sollten die griin-Autoren die achte Klasse Physik nachholen, denn wie war das noch mal?

      Der Luftwiderstand steigt quadratisch zur Geschwindigkeit !

      opel-ampera-forum.de



    17. HuiBuh | 08 12 2013 | 17:01 Uhr

      Der arme TESLA…wurde sozusagen von euch “vergewaltigt”…



    18. Tachy | 08 12 2013 | 17:10 Uhr

      @griin

      Anstatt hier das übliche Marketinggelaber von oben herab zu hinterlassen, solltet ihr Euren Fehler anständig zugeben.

      opel-ampera-forum.de



    19. Tachy | 08 12 2013 | 17:12 Uhr

      “Polarisieren” ist ja lustig ausgedrückt:

      Der eine Pol ist griin, der andere Pol der Rest der Kommentatoren.

      *LOL*

      opel-ampera-forum.de



    20. Eberhard | 08 12 2013 | 17:17 Uhr

      Ich bin mit meinem Model S seit der Auslieferung im August über 26.000km gefahren, davor mit meinem Roadster innerhalb von 3 Jahren über 153.000km ohne jemals mangels Ladung liegengeblieben zu sein.

      Vor 4Wochen bin ich noch 495km bei 13km Restreichweite (+5kWh Reserve) von Bonndorf im Schwarzwald nach Erfurt gefahren. Gut bei 90km/h und Tempomat. Mit (geplanten) Ladehalt an 22kW Typ2 Ladesäule hätte es, trotz höherer Geschwindigkeit (120-130km/h) länger gedauert.

      Bis zum Jahresende sollen die ersten Supercharger nach Deutschland kommen. Dann kann man die Zurückhaltung bei der Geschindigkeit etwas lockern.

      Bedenken sollte am allerdings, das nicht angepasste Geschwindigkeit die Belastungsfähigkeit, des am sichersten getesteten Fahrzeug aller Zeiten, auf eine Extremprobe stellen könnte.

      liebe Grüße

      Eberhard

      mytesla.de



    21. Ad van der Meer | 08 12 2013 | 17:25 Uhr

      Due diligence… Wenn man doch schon gerne ein Produkt herunter säbelt, dann sollte man zumindest gut vorbereitet sein.
      Hier ein Link zu der Funktion von Reichweite und Geschwindigkeit (Bitte achte auf die Bedingungen unter der Abbildung: http://www.teslamotors.com/forum/forums/range-vs-speed-graph

      Windrichtung und Geschwindigkeit sind auch wichtig.

      Kalte Luft hat eine höhere Dichtheit (mehr Widerstand) aber bedeutet auch das die Heizung mehr Leistung fordert.

      Ich fahre seit 4 Monaten Renault Zoe und habe 10’000km abgespült ohne abgeschleppt zu werden. In August habe ich 580km an einem Tag gefahren und Gestern z.B. 270km. Ohne Problemen.

      Ein Produkt muss aber idiotensicher sein (und Idioten gibt es leider genug). Tesla plant dazu ein Navi Upgrade die mit Höhenunterschied und sogar Windstärke und Richting Rechnung hält.



    22. Markus | 08 12 2013 | 17:30 Uhr

      Also wer so ohne nachzudenken durch die Gegend fährt, landet vermutlich auch nach Navi-Anweisungen im nächsten Fluss…

      Professionell Testen geht anders.



    23. Christian S. | 08 12 2013 | 20:55 Uhr

      Wenn es im ersten Teil vielleicht nicht richtig raus kam, wir hatten eine Einweisung durch einen Tesla-Mechaniker und ihn extra nochmal wegen der längeren Fahrt auf der Autobahn, nachts bei den niedrigen Temperaturen gefragt. Er meinte, dass es überhaupt kein Problem darstellen würde, wenn wir nicht zu schnell, aber normalem Autobahn-Tempo fahren würden.



    24. dago | 09 12 2013 | 03:31 Uhr

      mönsch, jetzt meckert doch nicht so rum…..
      wer unbedarft in ein e-fahrzeug steigt, erlebt nunmal solche dinge – was ist daran so unverständlich ?
      wenn tesla erstmal die supercharger stehen hat (und es geht dabei momentan richtig flott vorwärts) sind die probleme passé – und für die, die auf anderen strecken untewegs sind heisst es: wer langsam fährt, kommt schneller an – d.h. wenn die reichweite knapp wird, einfach langsamer fahren



    25. E-Auto.TV | 09 12 2013 | 08:27 Uhr

      Vieles wurde schon korrekt kommentiert, ergänzen möchte ich noch einen Hinweis zu einem eigenen Blog-Beitrag, bei dem ich die Reichweiten-Variablen eines Elektroautos versucht habe aufzuführen: http://e-auto.tv/reichweite-variablen-im-elektroauto.html

      Wer dann mit relativ hoher Geschwindigkeit und vermutlich sehr komfortabler Innenraum-Klimatisierung bei Außentemperaturen von 3-6 Grad unterwegs ist, muss sich über die hohen Verbräuche nicht wirklich wundern.

      Und zuletzt: die Stadtwerke SUN-Kassel gehören sogar zum Ladenetz-Verbund, somit eine gar nicht so exotische Ladekarte, die man sich vorher hätte besorgen können. Dazu benötigt man allerdings eine Tour-Vorplanung, die genau auf so etwas achtet.

      e-auto.tv



    26. Guybrush.Threepwood | 09 12 2013 | 15:10 Uhr

      Oh man… ich wußte gar nicht, dass die Autobild einen solchen Blog betreibt. Hätte der Wagen einen Logo mit 2 Buchstaben gehabt, wäre er über den Klee gelobt worden. Klar hat jedes Spitzenprodukt Mängel die man finden kann, wenn man nur lange genug sucht, aber man kann auch alles schlecht reden. Das war zumindest der erste und letzte Bericht, den ich hier im Blog gelesen habe… so einen Grütze!



    27. Dominik | 09 12 2013 | 17:10 Uhr

      In Teil 1 des Tesla-Tests sagt Autor Christian übrigens mehr zum Thema Reise-Vorbereitung und -Geschwindigkeit: http://griin.de/serienreifes/tesla-model-s-im-griin-alltagstest-1-teil
      Hier ein Auszug: “vorsichtshalber trimmen wir alles auf maximale Reichweite: Display dimmen, Eco-Modus der Klimaanlage und bloß keine Sitzheizung. Um ganz sicher zu gehen, recherchieren wir im Internet nach Lademöglichkeiten entlang der Strecke. Dumm gelaufen, dass zum einen die Internetverbindung ausgefallen ist und zum anderen derzeit sowieso nur bereits angefahrene „Tankstellen“ anzeigt werden. Die von Tesla in Teilen der USA und Nordeuropa installierten Supercharger-Schnellladestationen sollen hierzulande erst 2014 folgen – immerhin.”

      griin.de



    28. Georg | 09 12 2013 | 17:48 Uhr

      Die Antriebsbatterie eines Tesla leerzufahren gelingt wirklich nicht vielen, dafür mal meinen Glückwunsch. Was ich aber absolut nicht verstehen kann ist, wie man nur mit der Warblinkanlage, die vielleicht 30-40 Watt pro Stunde zieht, die Batterie für die Verbrauer enteeren kann.



    29. Sascha | 09 12 2013 | 18:37 Uhr

      Vielen Dank für euer Feedback und eure größtenteils konstruktive Kritik. Auch wir lernen gerne dazu und werden uns beim nächsten “Extremtest” noch intensiver vorbereiten. In diesem Fall reichte wohl auch das auch im Gespräch mit dem offiziellen Techniker nicht aus, der uns ausführlich zum Thema Reichweite, empfohlene Fahrweise usw. eingewiesen hatte…

      Da wir euer Feedback sehr ernst nehmen, wollen wir – sozusagen als B-Probe – einen weiteren Test machen, wenn z.B. die ersten Supercharger in Deutschland verfügbar sind oder das versprochene Navi-Update von Tesla vorliegt. Außerdem möchten wir gerne eure Erfahrungen mitaufnehmen: Meldet euch und teilt uns mit, was ihr mit eurem Tesla Model S erlebt habt, gerne mit Name und Foto. Oder ihr schlagt uns geeignete Teststrecken vor! Schreibt uns am info@griin.de.

      Vielen Dank vorab, eure griin Redaktion.



    30. E-Auto.TV | 09 12 2013 | 19:56 Uhr

      Dieser Satz aus dem ersten Teil zeigt, dass das mit den Verbrauchern eben noch nicht so ganz verstanden war:

      “vorsichtshalber trimmen wir alles auf maximale Reichweite: Display dimmen, Eco-Modus der Klimaanlage und bloß keine Sitzheizung. ”

      Display = 12V, keine spürbare Reichweitenreduzierung
      Sitzheizung = 12 V, minimale Reichweitenreduzierung
      Eco-Modus Klima = 400V, reduziert spürbar die Reichweite
      Geschwindigkeit >95 km/h = reduziert spürbar die Reichweite

      e-auto.tv



    31. AmperaFan | 10 12 2013 | 20:49 Uhr

      Das hätte ich besser hinbekommen, garantiert.

      Die Veröffentlichung wertet m.E. die Tester ab, nicht den Tesla.



    32. autofreund | 07 01 2014 | 15:55 Uhr

      E2014 ist deutschlandweit auch ohne Vorplanung reibungsloser „long-distance“ Verkehr für umsonst zu haben http://www.teslamotors.com/supercharger
      Die Parallelen sind dreist:
Ein seinerzeit als nachweisslich unseriös und betrügerisch geouteter Versuch (dem Bordcomputer sei Dank) : http://www.teslamotors.com/blog/most-peculiar-test-drive
 Bitte mit folgendem Artikel vergleichen..
      http://green.wiwo.de/das-beste-elektroauto-der-welt-der-tesla-s-im-fahrtest/
Hätte man den von WiWo fahrenden Redakteuren eine Motorsäge zum Testen überlassen, hätten sie sich wohl mindestens ein Bein abgesägt..

      Wie groß auf Konzernseite der Respekt vor der Mobilität der Zukunft ist, zeigt die für geistreiche Artikel zu EE wohl hinreichend bekannte Wirtschaftswoche, die nun einen gescheiterten Versuch nachmacht. Sich als unfaire Verlierer geoutet, nachdem Sie mutwillig bei 0-1km Reichweite ( zuverlässig angezeigt durch das Bordsystem des Model S- bei einem Verbrennungsmotor blieben diese Fahrer ebenso liegen, der Warnblinker würde ebenfalls den 12V Akku leer und ohne Strom in einem Automatikauto wäre die Situation identisch, nichts ginge mehr! Und wer vor einer langen Fahrt nicht volltankt, der dürfe sich im Nachhinein nicht darüber beklagen, Tankstellen finden zu müssen .. E2014 ist deutschlandweit auch ohne Vorplanung reibungsloser „long-distance“ Verkehr für umsonst zu haben http://www.teslamotors.com/supercharger  ) mehr als die doppelte Distanz
fahren wollten.



    33. sundevil | 07 01 2014 | 20:36 Uhr

      Display dimmen = maximale Reichweite? Sechs setzten. Sorry, aber etwas mehr bemühen muß man sich schon.

      Man schickt ja auch keinen Elefant in den Porzelanladen und wundert sich, wenn das Geschirr kaputt ist…



    34. Tom | 07 01 2014 | 22:46 Uhr

      Schade – nach all den vielen sehr guten Tests vom Model S haette ich mir einen kritischen fundierten Test gewuenscht. Das was hier veranstaltet wurde sieht aber nach einem ganz ganz ueblen Streich aus. Wenn ich meinen Audi auch so getreten haette, waere von dessen Reichweite auch nichts uebrig geblieben. Dieses Blog ist fuer mich erst Mal gestorben damit.



    35. Heinz | 08 01 2014 | 09:01 Uhr

      Servus!
      Also ihr seid ja ganz schön für diesen Test geprügelt worden – und zwar absolut gerechtfertigt.
      Ich verstehe ja, dass man beim Model S gerne mal das Gas stärker durchdrückt. Das ist ‘n geiles Gefühl, das man gerne genießt und wohl das Einzige, was man Tesla hier “anlasten” darf :D Aber macht dann nicht Tesla dafür verantwortlich, wenn ihr nicht darauf achtet, den Wagen so zu fahren, wie es notwendig wäre.

      Ebenso verstehe ich, dass man mal so ein Auto bis zum letzten “Tropfen” (= bis zum letzten Elektron in der Batterie) ausreizen möchte. Habe ich bei meinem Twizy auch versucht und es gerade noch bis in die Garage geschafft.
      (Übrigens geht das auch bei ‘nem Verbrenner sehr gut….)
      Nur sollte man so etwas nicht dem jeweiligen Fahrzeug anlasten.

      Am Ärgsten aber finde ich den folgenden Satz im ersten Teil eures Tests:
      “Gut, dass die Batterien nicht komplett leer sind und wir die Nacht dafür Zeit haben, schließlich dauert die vollständige Aufladung an einer normalen Steckdose rund 25 Stunden!”
      Wo zum Geier tankt ihr eure VWs, Audis und BMWs? Kauft ihr euch den Benzin in einem Tank und tankt ihr dann die Autos mit ‘ner Pipette?

      Niemand wird einen Tesla an einer normalen Steckdose laden, genauso wenig wie man einen Audi mit einer Pipette mit Benzin aus der Apotheke tankt.

      Euren Blog lesen sicher einige Leute, die sich WIRKLICH nicht auskennen, die den Blog nutzen um etwas über E-Autos zu lernen. Die werden durch solche völlig nutzlosen und komplett unrealistischen Sätze nur noch mehr abgeschreckt.



    36. Chris | 28 04 2014 | 22:39 Uhr

      Ich muss hier mal ernsthaft fragen ob hier Leute die im Blog schreiben noch zu retten sind. Erstens ist es total anmaßend und unverschämt die Testfahrer hier darzustellen als hätten sie keine Ahnung.

      Zweitens… wir reden/schreiben von einem Auto was, gut ausgestattet über 120.000 Euro kostet. Und wenn ich das Geld schon bezahle und dann mal von Hamburg nach Köln fahren will, muss ich genau planen wann ich wo welche Ladestation eventuell bekomme, rechnen, haushalten und bloß nicht zu viel Gas geben??? Bei einem Auto in dieser Preisklasse? Leute, geht´s noch???

      Wer das ernsthaft gut findet ist entweder so politisch grasgrün oder hat schlichtweg zu viel Zeit.

      Mein Auto kostet auch über 130.000 Euro, hat einen Dieselmotor und damit habe ich über 800 km Reichweite. Und selbst wenn die Autobahn frei ist und ich lange Strecken schnell fahre (bis bei 250 km/h elektronisch gebremst wird), komme ich damit immer noch 600 bis 700 km damit.
      Ach ja, und wenn der Tank leer ist, fahre ich zur nächsten Tankstelle und Tanke, dauert etwa 3 Minuten, ist mehrere zehntausend mal in Deutschland zu finden und geht ganz ohne Stadtwerke, ADAC und Gedrängel an der “Ladestation”…

      Ach ja… und die paar Euro die es dann an Diesel mehr kostet ist mir meine Zeit und meine Nerven alle mal Wert und spielt, in dieser Autopreisklasse, wirklich keine Rolle mehr.



    37. Stefan Schmidt | 07 10 2014 | 14:18 Uhr

      Vielen Dank für diesen echten, reellen Bericht.

      Damit bekommt man wunderbar vor Augen geführt und lernt Realität von Medienhype und knallbunten Werbeversprechen zu unterscheiden.

      In der Innenstadt mag so ein Elektroauto noch Sinn machen. Die ständige Furcht vor mangelnder Reichweite, das damit unentspannte fahren und der selbst auferlegte Verzicht auf wohlige Annehmlichkeiten wie Sitzheizung, Klimaanlage oder Radio, machen dann jede Autofahrt zu einem spartanischen Ausflug ins Ungewisse.

      Wer auf einen für den Ernstfall verlässlichen fahrbaren Untersatz Wert legt, ist mit der Wahl eines reinen Elektroautos offensichtlich schlecht beraten.

      Die hohen Anschaffungspreise machen die ganze Sache zudem wirtschaftlich unrentabel. Die hochgiftigen Batterien und deren spätere Entsorgung belasten die Umwelt massivst.



    38. Christoph Horstmann | 08 12 2014 | 08:49 Uhr

      Zitat: “Wer auf einen für den Ernstfall verlässlichen fahrbaren Untersatz Wert legt, ist mit der Wahl eines reinen Elektroautos offensichtlich schlecht beraten.

      Die hohen Anschaffungspreise machen die ganze Sache zudem wirtschaftlich unrentabel. Die hochgiftigen Batterien und deren spätere Entsorgung belasten die Umwelt massivst.”

      Wieder jemand, der sich sehr wenig Gedanken gemacht hat, bevor er so einen Post hier schreibt.
      Klar muss man die Tester nicht so harsch angreifen. Es sei aber angebracht zu hinterfragen, wie man ein Auto, dass nunmal NIX mit ner Benzinschleuder zu tun hat, so “mehr oder minder gewalttätig” schlecht darstehen zu lassen. Konstruktive Kritik. Klar, ein Tesla macht nicht alles richtig. Und ja, er ist ganz schön teuer. Dafür ist das aber auch ein ganz anderes Auto. Eine ganz andere Art Mobilität. Und meiner Meinung nach ein riesen Schritt in die richtige Richtung.

      Was die “giftigen” Batterien angeht: Erstens ist Benzin auch nicht eben gesundheitsfördernd und zweitens, werden die Batterien nicht einfach verschrottet sondern recyclet bzw. als stationäre Speichermodule weiterbetrieben. Denn auch wenn die Kapazität auf 70-80 % gesunken ist, sind sie mitnichten kaputt!

      Also bitte erst informieren. Und bis dahin viel Spaß und Erfolg in ihrem Dieselfahrzeug aus der Vergangenheit!



    39. blooze | 06 10 2015 | 14:09 Uhr

      “Mein Auto kostet auch über 130.000 Euro, hat einen Dieselmotor und damit habe ich über 800 km Reichweite. Und selbst wenn die Autobahn frei ist und ich lange Strecken schnell fahre (bis bei 250 km/h elektronisch gebremst wird), komme ich damit immer noch 600 bis 700 km damit.”

      Dafür ist ein Tesla-Fahrer nicht solch ein Umweltschwein, wie einer dieser unterbelichteten Dieselfahrer. Vor allem solche, die mit 250 Sachen über die AB brettern und neben Umwelt auch andere Verkehrsteilnehmer gefährden.



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