SAM ist los! – Ein griin-Fahrbericht. |
|
Erst 150 Exemplare gibt es von diesem E-Mobil und eines ist uns kürzlich direkt vor die Linse gefahren. Klein, grün und mit einem spektakulären Design war es die Attraktion im Wiesbadener Stadtverkehr. Natürlich wollten wir von griin diesen Exoten einmal näher kennenlernen…
Mit Hilfe unserer Fans bei Facebook war der grüne Flitzer schnell identifiziert- als SAM EV II, kurz SAM! Die drei Lettern stehen für “Sustainable Automotive Mobility”, das Fahrzeug für umweltfreundlichen Nahverkehr und puren Fahrspaß!
Seit 2009 ist die Schweizer Kleinserie auf dem Markt und tummelt sich noch größtenteils nahe ihrer Geburtsstätte, in Süddeutschland. „Je weiter man in den Norden kommt desto seltener ist der SAM anzutreffen“, erzählt uns Jörg Ewald, Bereichsleiter eMobilität der GESPA (German Energy Service And Project Partner) im Interview. Die GESPA mit Sitz in Zeppelinheim, nahe Frankfurt hat sich aber der jungen Innovation aus der Schweiz angenommen – Glück für uns und alle E-Mobil-Liebhaber! Wir haben den SAM direkt um die Ecke für euch getestet!

Vor Ort begrüßt uns SAM nicht serienmäßig in grasgrün, sondern in schneeweiß. „Die zweite Evolutionsstufe des SAM ist im Design ein bisschen verändert worden, man kann auch sagen – modernisiert worden“, erklärt Ewald und lüftet damit gleich das Geheimnis um die rätselhafte Abkürzung EV II. „Im Zuge der Modernisierung hat man eine Methode entwickelt, den SAM in jeder Farbe lackieren zu können“, erfahren wir weiter. Das ist zwar aufwändig, erhöht aber die Attraktivität des Mobils für einen breiteren Markt. Die weiße Farbvariante wurde für Vorführfahrzeuge gewählt. Ein bisschen schlichter, steht damit weiterhin der ökologische, CO2-neutrale Aspekt des Fahrzeugs im Vordergrund. Aber ob nun lackiert oder nicht, der SAM bleibt dank seiner Oberfläche aus Polyethylen grün, denn dass gesamte Fahrzeug ist inklusive seiner Batterie zu fast einhundert Prozent recyclebar.
„Hinsichtlich Technik und Fahrwerk wurde der EV II nicht verändert“, ergänzt Jörg Ewald und fügt mit einem Lächeln hinzu: „Da gab es einfach nichts zu verbessern“.

Davon wollen wir uns selbst überzeugen und brechen auf zur Probefahrt.
Wie bei jeder Fahrt in einem E-Mobil genießen wir auch dieses Mal wieder den Ruhm der revolutionären Andersartigkeit. Von Bewunderung bis Verwunderung, das Alphabet der Aufmerksamkeit hält viel für uns bereit. Wir sehen es wie immer positiv und freuen uns der Gewissheit, einen echten Hingucker zu testen.
Ähnlich wie der Twizy von Renault, über den wir kürzlich erst auf griin berichteten, bietet der SAM zwei hintereinander angeordnete Sitzplätze. Der Einstieg, in diesem Fall nur von der rechten Seite, der Gehwegseite möglich, ist mit Normalkörpergröße und ein bisschen Übung leicht zu bewerkstelligen. Während der Pilot aber jede Menge Arm- und Beinfreiheit genießt, muss der Beifahrer im hinteren Teil der Kabine einen gewissen Platzmangel in Kauf nehmen, ebenfalls wie bei der Konkurrenz von Renault.

So ähnlich beide Fahrzeuge zunächst zu sein scheinen, sind sie jedoch nicht. Größter Unterschied – der SAM fährt auf nur drei Rädern. Das Hinterrad allein überträgt die Leistung des 38 PS starken Elektromotors über einen Zahnriemenantrieb. Das spart ganz nebenbei auch noch Gewicht, denn ein Differenzial braucht der SAM somit nicht. „Da liegt auch die konzeptionelle Besonderheit des SAM“, verrät uns Jörg Ewald. „Er fährt mit nur zehn Prozent der herkömmlichen Autoteile!“
Und das macht er ziemlich gut, wie wir bei unserer Probefahrt feststellen. Dank optimaler Gewichtsverteilung, tiefem Schwerpunkt und breiter Spur vorne ist das Fahrverhalten sicher und stabil, wie in einem normalen Kleinwagen.
Raffinessen sind natürlich inklusive, wie es sich für ein futuristisches Fahrzeug gehört! So öffnet die Tür nach oben, allerdings nicht, indem sie wie beim Twizy seitwärts nah am Auto entlang schwenkt, sondern mit einem Klappmechanismus öffnet, den man beim Einparken mit einkalkulieren sollte. Womit auch schon die größte Schwierigkeit beim Fahren mit dem SAM angesprochen wäre. Das Einparken, genauer gesagt, das rückwärts Einparken.

Anders als gewöhnliche Vierräder besitzt das dreirädrige Elektrofahrzeug keine Heckscheibe. Das erklärt den ebenfalls fehlenden Innenspiegel. Blindes Rückwärtseinparken? – Das hat man uns in der Fahrschule aber nicht beigebracht! Nein – Natürlich wurde SAM auch dahingehend genauestens durchdacht! Kaum schalten wir das Automatikgetriebe auf R, wie Reverse, erwacht ein kleiner Monitor an der rechten Seite des Cockpits, der uns mithilfe einer Rückwärtskamera in die richtige Position lenkt. „Ja, das ist schon ein bisschen ungewöhnlich und bedarf ein wenig Übung“, gibt Jörg Ewald zu und wir können das nur bestätigen. Für zusätzliche Sicherheit beim Rückwärtsfahren oder Wenden gibt das sonst lautlose Fahrzeug auch noch ein Warnsignal ab. Sobald es wieder vorwärts geht, schaltet die Kamera automatisch auf Standby und wartet auf ihren nächsten Einsatz. Das spart Strom, denn den haben wir ja nicht endlos an Bord.

Die Lithium-Polymer-Batterie bringt den SAM bis zu 100 Kilometer weit, vorausgesetzt natürlich der Fahrer achtet auf eine sparsame Fahrweise, wozu auch das Ein-, beziehungsweise Ausschalten von Radio und Heizung gehört. Diese sind in der Standardausstattung mit enthalten, wodurch sich der SAM von herkömmlichen Elektroautos deutlich abhebt. Kalte Luft von draußen wird durch eine 300-Watt-Heizung angewärmt und über die Belüftung in der Kabine verteilt. Zusätzlich verhindert eine elektrische Scheibenheizung das Beschlagen der Scheiben im Winter. Das und ein extra integrierter SNOW-Modus macht den SAM zu einem wetterfesten Ganzjahresauto.

Hier erklärt sich auch der gut doppelt so hohe Anschaffungspreis des SAM gegenüber dem Twizy. Beim SAM sind allerdings auch Fenster, Heizung, Tür und Radio im Kaufpreis von 19.635 € enthalten. Selbst die Batterie, die beim Twizy extra zu mieten ist, gehört beim Kauf eines SAM mit zum Paket. Dieses ist auf Wunsch auch noch um beliebte Extras, wie eine Sitzheizung für die ohnehin schon sehr komfortablen Sitze erweiterbar. Für die Fahrt bei eisigen Temperaturen empfiehlt sich in jedem Fall die Anschaffung einer zusätzlichen Standheizung. Damit heizt das e-Mobil bereits vor der Fahrt an der heimischen 230V-Steckdose auf und spart dadurch die Heizenergie während der Fahrt, zugunsten einer längeren Reichweite. Denn einmal „leergefahren“ benötigt der SAM eine Auflade-Pause von maximal 5 Stunden, bevor er wieder voll durchstarten kann.
Wer nicht nur umweltfreundlich fahren, sondern auch umweltfreundlich aufladen will, hat außerdem die Möglichkeit, seinem SAM ein Solar-Dach über dem Kopf zu geben. „In Kundengesprächen haben wir gemerkt, dass E-Mobil-Fahrer auch ihren eigenen Strom haben wollen“, erklärt uns Jörg Ewald von der GESPA. „Die Solar-Carports sind in verschiedensten Varianten mit dem SAM zusammen bestellbar.“

Wir sagen, SAM ist ein klug durchdachtes und überaus komfortables E-Mobil, das sich perfekt zum Fahren über kürzere Distanzen eignet. Und wer denkt, Elektroautos können nichts in Sachen Speed, hat sich beim SAM getäuscht. Mit eingeschaltetem SPORT-Modus sind die 100 km/h Höchstgeschwindigkeit schnell erreicht!





Hallo,
ich fahre seit 2 Jahren (23.000km) den SAM EV2 (grün) und bereue den Kauf nicht! Fahrspaß pur! Der “kleine” macht echt Spaß und ich bin mal gespannt wann der SAM EV2.5 (weiss) zu haben ist…
SAM = gute Laune
Gruß
Zufriedener SAM Fahrer
:-)
Hallohallo! Danke für den Kommentar: Erfahrungsberichte sind immer besonders spannend zu hören. Gewöhnt man sich denn mit der Zeit an das Einpark-Verhalten?
Hallo,
ich bin der SAM Fahrer aus Wiesbaden.
Das kann ich sagen weil es im Umkreis von 70km keinen weiteren grünen SAM gibt.
Das Einpark verhalten ist auch ohne Rückfahrkamera nach etwas Übung völlig unproblematisch. Er baut hinten sehr schmal, deshalb sieht man in den Aussenspiegeln alles recht gut. Man kann natürlich auch die Tür öffnen und sich etwas herauslehnen.
Ich bin sehr zufrieden mit meinem “Exoten”.
Gruß Matthias
Hallo,
auch ich bin froh einen SAM zu fahren (seit 2,5 Jahren und 26.000km). Habe es nich bereut, Fahrspaß auf jedem Kilometer. War kein Fehlkauf der “kleine”. :-)
Der SAM ist sehr wendig und auch das rückwärts Einparken ist kein Problem. Mit den großen Fenstern ist er sehr übersichtlich. Einen Parkplatz findet man fast überall…
Gruß
Von einem zufriedenen SAM fahrer
Damit dürften wir die SAM-Fahrer in Deutschland so ziemlich alle hier versammelt haben ;) Willkommen beim griin-Blog. Wenn ihr mal einen Erfahrungsbericht als Gastbeitrag bringen möchtet: Herzlich gern!
griin.de
Hallo in die SAM Runde,
meine Erfahrungen mit dem SAM EVII könnt ihr in meinem Blog – den bestimmt schon alle kennen ;-) – nachlesen.
Was ist das den für eine kleine Disk, die die junge Dame in die Kamera hält?
Was ist das für ein kleiner Kasten, der über dem linken Lautsprecher angebracht ist?
Viele Grüße
Andreas
sam-evii.blogspot.de
Das ist einer der “Gefällt mir/Gefällt mir nicht”-Sticker von griin, die wir in guter Guerilla-Manier an Dingen anbringen, die besonders (un)grün sind.
Infos hier: http://griin.de/gruendonnerstag/sticker
Bilder hier: http://www.flickr.com/photos/griinblog/sets/72157626265981302/
Hallo,
ja ich würde Ihn auch gen mal fahren?
Und Er sieht auch schon sehr gut aus!!!
Aber der Preis geht leider gar nicht,schade….
Sonst sofort!!
lwl24shop.de