Superyacht-Hybrid: Feadship Savannah

27 01 2015 | Christian Sauer | Kategorie: Serienreifes, Umleitung | 2 Kommentare

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[Fotos: Feadship]

Super- und Megayachten gelten nicht gerade als vernüftig, kosten diese schwimmende Luxusanwesen doch oft mehrere hundert Millionen Euro in der Anschaffung und über zehn Prozent davon als jährliche Unterhaltskosten – auch durch den hohen Kraftstoff-Verbrauch. Zumindest das soll sich zukünftig aber ändern.

Neben den bereits aus der kommerziellen Schifffahrt bekannten Azipod-Antrieben mit drehbaren Antriebs-Gondeln und Generatoren, die aus Diesel oder anderen Schiffstriebstoffen dafür elektrischen Strom herstellen, kommen bei der brandneuen 83,50-Meter-Yacht “Savannah” der niederländischen Feadship-Werft erstmals auch riesige Lithium-Ionen-Batterien zum Einsatz.

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Die Energiespeicher haben eine Kapazität von rund eine Million Watt(stunden), also 1.000 kWh. Zum Vergleich – die stärkste Variante des Tesla Model S kommt “nur” auf 85 kWh. Zugegeben, die Dimensionen der Megayacht unbekannten Preises, die bald auch für wochenweise Mieten angeboten wird, sind nicht direkt vergleichbar. Die Breite des für Effizienz optimierten Rumpfes beträgt 12,50 und der Tiefgang 3,95 m.

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Auf den großzügigen Außendecks und im ultra-luxuriösen Innen können sich zukünftig zwölf wohlhabende Gäste von einer 26-köpfigen Crew verwöhnen lassen.

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Noch nicht bekannt ist, ob die Batterien auch per Stromanschluss von Land aus geladen werden können und wie hoch denn der Verbrauch ist. Bezogen auf die wenigen Gäste an Bord fällt er aber definitiv schlechter als bei einem Kreuzfahrtschiff aus, doch das wird die Multi-Millionäre und Milliardäre dieser Welt kaum vom Kauf oder dem Charter abhalten. Positiv ist natürlich dennoch, dass auch in dieser ganz speziellen Gesellschaft das Bewusstsein für Verbrauchsreduzierungen steigt.


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