Der Anfang vom Ende: Die Brennstoffzelle

26 04 2010 | Dominik | Kategorie: Entwicklungen, Serienreifes | 0 Kommentare

“It’s the end of the car as we know it.”

So beginnen wir unsere Griin-Selbstbeschreibung in der Rubrik ‘Über Griin’ (zu finden unter Motivation). Und wie es aussieht, hat der Anfang vom Ende bereits begonnen.

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Ein ganz persönliches Highlight auf der ‘see conference’ war für mich nämlich die exklusive Testfahrt mit einem  Forschungsfahrzeug aus der Daimler-Flotte: Dem Mercedes F-Cell mit Brennstoffzellen-Antrieb.

Der F-Cell ist das erste unter Serienbedingungen gefertigte Auto, dass bereits verkehrstauglich ist und komplett emissionsfrei fährt. Das Fahrgefühl? Sehr angenehm! Beschleunigung, Fahrverhalten, Geschwindigkeit – alles wie gewohnt, nur unterlegt mit dem leisen Surren des Elektromotors. Und darüberhinaus ist es ein tolles Gefühl zu wissen, dass aus dem Auspuff reiner Wasserdampf kommt.

Als Hintergrund kurz ein paar Sätze dazu, wie das mit der Brennstoffzelle überhaupt funktioniert: Den eigentlichen Antrieb stellt ein Elektromotor. Das Besondere im Vergleich zu herkömmlichen Elektroautos aber ist die Energiequelle. Brennstoffzellen-Fahrzeuge tragen nicht nur einen Akku mit sich herum, sondern gleich das ganze Kraftwerk: In der Brennstoffzelle werden Wasserstoff (H2) und Sauerstoff  (O2) von einer speziellen Membran getrennt, die ausschließlich für die positiv geladenen Protonen durchlässig ist. Die negativ geladenen Elektronen werden zurückgehalten, wodurch Spannung entsteht. Als einzigen Ausweg bleibt den Elektronen der ‘Umweg’ über den Elektromotor: Strom entsteht – und der Motor wird angetrieben.

Daimler hat eine ganze Flotte Brennstoffzellen-betriebener Fahrzeuge im Einsatz. Um Erfahrungen mit der Technologie zu sammeln wurden bereits über 5.000.000 Kilometer zurückgelegt – mit rund 100 Fahrzeugen im Personen- und Lastenverkehr. Damit ist Daimler in Sachen Brennstoffzelle in Führung. Die F-Cell B-Klasse kombiniert dabei emissionsfreien Antrieb mit allerlei Komfort: Auf den Fahrer wartet eine vollausgestattete B-Klasse inklusive Klimaanlage, Sitzheizung und dem Mercedes-typischen Command-System. Der Elektromotor bringt es dabei auf 136 PS und beschleunigt in 11,4 Sekunden auf 100km/h. Höchstgeschwindigkeit sind 150km/h bei ca. 400km Reichweite. Beachtlich.

Stellen sich nur noch zwei Fragen: Wie ist das mit dem Tanken? Und was kostet der Spaß? Ersteres ist wohl nur eine Frage der Zeit: Man ist fleißig dabei, ein Wasserstoff-Tankstellennetz auszubauen. Letzteres dürfte auf absehbare Zeit das größere Problem sein: Noch sind die Stückkosten jenseits von Gut und Böse. Dieses Problem ließe sich wohl am ehesten durch die Massenproduktion lösen. Hoffen wir darauf: Denn die Mercedes F-Cell B-Klasse soll noch dieses Frühjahr mit einer Auflage von 200 in Kleinserie gehen…


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