Studie über Akzeptanz von Elektromobilität – und die Bereitschaft umzusteigen |
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[Bild: GriinBlog bei flickr]
Wer Elektromobilität befürwortet, ist deswegen noch lange nicht bereit auch selbst auf ein Elektroauto umzusteigen. Das hat eine Studie der TU Berlin herausgefunden, die zwischen der generellen Einschätzung von Elektromobilität und dem eigenen Verhalten unterscheidet.
Am Fachgebiet Integrierte Verkehrsplanung wurden 5 Nutzerinnen und 31 Nutzer befragt, die in einer Pilotstudie ein Elektroauto zur Verfügung gestellt bekamen. Die Befragte hatten insgesamt eine sehr hohe Akzeptanz für Elektromobilität und ein hohes Verantwortungsbewusstsein bezüglich Umwelt, fossilen Ressourcen und Klimawandel.
Bei der Frage nach der eigenen Bereitschaft auf Elektromobilität umzusteigen, wurden zwei unterschiedliche Perspektiven festgestellt. Nutzer mit der sogenannten Innovationsperspektive sehen den Wandel der Mobilität von eigenen Auto hin zu einer vernetzten, integrierten Nutzung von vielen Möglichkeiten: Elektromobilität, carsharing und öffentlichen Verkehrsmittel – dafür sind sie bereit ihr Mobilitätsverhalten zu verändern. Die zweite Perspektive ist die Substitutionsperspektive, hier sehen die Nutzer in Elektroautos lediglich einen Ersatz für den Verbrennungsmotor. Diese Nutzer sind stark an das eigene Auto gebunden und stellen die gleichen Erwartungen an E-Autos wie zuvor an Benziner – das heißt verfügbar und flexibel sein und uneingeschränkte Reichweite haben.
Das traurige Ergebnis der Studie ist, dass die Nutzer momentan noch überwiegend die Substitutionsperspektive einnehmen und dadurch sehr unflexibel gegenüber E-Autos sind. Selbst die wenigen Nutzer, die eine Innovationsperspektive haben, können sich nur vorstellen ein Elektroauto zu kaufen, wenn von seiten der Politik unterstützende Maßnahmen kommen. Da die Studie vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert wird, bleibt zu hoffen, dass dieses Ergebnis Gehör finden wird…
[mehr Infos: Pressemitteilung der TU Berlin]
Und ein kleiner Nachtrag von mir: die Aussichten sind aber nicht so trübe, wie es klingt. Zum einen wurden hier nur 36 Personen befragt, zum anderen werden weniger Leute auf ihr eigenes Auto bestehen, wenn es mehr sinnvolle und praktische Alternativen gibt. Und da tut sich ja im Moment sehr viel – car2go, privates Carsharing, e-bike sharing usw!













