Auf dem Rad durch Sevilla |
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Meine Mitbringsel nach 5 Tagen Sevilla waren der obligatorische Schinken, Sonnenbrand auf den Schultern und – Muskelkater in den Beinen. Denn in Sevilla kann man, wie wir auch schon von Brüssel berichtet haben, auf geliehenen Fahrrädern durch die Stadt radeln. Und das haben wir mal ausführlich getestet.
Am ersten Tag haben wir an einer Sevici-Station ein 5-Euro-Abo für eine Woche per Kreditkarte gekauft, unseren PIN festgelegt und schon ging’s los. Jeden Tag sind wir vom Rand der Innenstadt ca. 15 Minuten zum Zentrum geradelt – unsere spanische Freundin fährt sogar täglich zur Arbeit mit einem geliehenen Rad. Die Handhabung ist wirklich intuitiv und unkompliziert.
Allerdings tauchen schon immer mal Probleme auf: es gibt nicht genug Räder oder die Räder, die es gibt, funktionieren nicht. Auch beim Abgeben hatten wir manchmal Pech, gerade wenn man abends ins Kneipenviertel fährt, sind dort alle Stationen voll besetzt. Sind auch die umliegenden Stationen voll (was man schnell am Terminal nachsehen kann), heißt es warten, bis etwas frei wird. Dabei ist man alleine natürlich flexibler, in der Gruppe weniger. Aber dafür ist man zeitlich viel unabhängiger, wenn man sich nicht an Busfahrzeiten (besonders der Nachtbusse) halten muss.
Aber der größte Vorteil ist, wie man die Stadt erlebt. Nämlich entspannt, kostenlos (in der ersten halben Stunde) und mit angenehmem Fahrtwind um die Nase.
Mein Fazit: selbst für Fahrradmuffel eine super Sache.














Yepp, da hast du recht: Immer mal wieder stimmt irgendwas nicht mit den Rädern oder es ist keins da.
Aber insgesamt finde ich die Sache einfach genial! In Sevilla gibt es mittlerweile über 250 Stationen für die Räder – das ist wahnsinnig viel. In der Innenstadt sind es deshalb meistens nur 200m von einer Station zur nächsten. Zumindest wenn man alleine ist, findet man eigentlich immer was in der Nähe…
Und ich hab mit einigen gesprochen, die wegen der Räder fast nie mehr ÖPNV fahren und damit viiiel Geld sparen.
Ich wünsch mir dieses Angebot viel mehr in Deutschland. Politiker: Aufgehorcht!