Gründonnerstag: nanoFLOWCELL QUANT e mit Raumfahrt-Technologie

06 03 2014 | Christian Sauer | Kategorie: Gründonnerstag | 3 Kommentare

nanoFLOWCELL QUANT e-Sportlimousine Genfer Salon 2014

[Entwicklungschef Nunzio La Vecchia rechts neben seinen Elektro-Prototypen; Fotos: nanoFLOWCELL]

Zufall oder Absicht? Auf dem Genfer Salon präsentiert sich derzeit das Unternehmen nanoFLOWCELL aus Lichtenstein direkt neben dem Messestand von Tesla mit ihrer QUANT e-Sportlimousine samt vielversprechender Batterie-Technologie.

Selbstbewusst gibt sich Entwicklungschef Nunzio La Vecchia bei der Präsentation der viersitzige Sportlimousine: „Die Vision wird Wirklichkeit, … Quantensprung in der elektrischen Mobilität“ so beschreibt er die von nanoFLOWCELL entwickelte Speichertechnik. Das System nutzt als Basis das bereits in den siebziger Jahren von der Nasa entwickelte Flowcell-Prinzip, das sich in der aktuellen Version allerdings durch eine verbesserte Energiedichte von der damaligen Entwicklung abhebt. Bisher galt die Technik aber als zu sperrig, um in einem Automobil montiert zu werden. Die ersten Anlagen arbeiten deshalb heute im stationären Betrieb, um Solarenergie oder Windstrom zu speichern und nach Bedarf ins Netz einzuspeisen.

Die nanoFLOWCELL funktioniert wie eine Mischung aus Batterie und Brennstoffzelle mit flüssigem Elektrolyt, welches in zwei Tanks aufbewahrt und durch die Zelle befördert wird. Im Kern des Systems steht ein Membransystem, das innerhalb der Zelle die zwei verschiedenen Elektrolyt-Flüssigkeiten trennt und durch den kontrollierten Austausch der Ladungen Energie für den Elektroantrieb freisetzt. „Die Vorteile der nanoFLOWCELL liegen in der hohen Ladungsdichte, der hohen Leistungsdichte und dem geringen Gewicht – im Vergleich zu konventionellen Energiespeicher-Systemen. Hinzu kommen unkritische Bestandteile, keine bewegten Teile und ein sehr guter Wirkungsgrad“, beschreibt Nunzio La Vecchia die Vorteile der Technologie, die sich aktuell noch im Stadium der Entwicklung befindet.

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[Flügeltüren erstrecken sich fast über die gesamte Breite des 5,25 m langen Wagens]

Die bisherigen Ergebnisse sind äußerst vielversprechend, denn das System ermöglicht mit etwa 600 V Nennspannung und 50 A Nennstromstärke eine beachtliche Dauerleistung von 30 kW. Im Vergleich zur gegenwärtigen Lithium-Ionen-Technik, mit der viele moderne Elektroautos versorgt werden, gilt der Faktor fünf, gleichbedeutend mit fünffach größerer Reichweite. Diese soll nach offiziellen Angaben rund 600 Kilometern betragen. Angetrieben wird der 2,3 Tonnen wiegende Quant e von vier Elektromotoren, die ihn nach Herstellerangaben in 2,8 Sekunden von Null auf 100 km/h beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei 380 km/h liegen. Maximal mobilisiert der Antrieb 680 kW/925 PS an.

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[Riesiges Display, Infotainmentsystem auf Android-Basis und Bedienelemente aus Holz im futuristischem Cockpit]

Doch nicht nur die Technik ist beeindruckend: „Es war uns wichtig, dass trotz Größe und außergewöhnlicher Dimensionen unsere viersitzige QUANT e-Sportlimousine ein überaus sportliches Automobil darstellt“, freut sich Nunzio La Vecchia über die äußerst positiven Reaktionen des Publikums bei der ersten öffentlichen Präsentation in Genf.

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[Noch ein Prototyp ohne Zulassung – daran wird aber mit Hochdruck gearbeitet]

Bis der QUANT e auf die Straße rollt, wird es noch länger dauern. Um die Homologation des Fahrzeugs voranzutreiben, ist das Unternehmen eine Verbindung mit Bosch Engineering eingegangen. Gemeinsam mit dem deutschen Zulieferer soll in den nächsten Jahren die Entwicklung der Sportlimousine vorangetrieben werden.


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    3 Kommentare


    1. Alaa | 28 03 2014 | 04:11 Uhr

      In late 80’s there was a movie called “Married to the Mob”. If they re-made it now, it could/should look like this! You know, taootts (albeit tattoo sleeves and stockings here), bling bling and beautiful women wearing them!mustbeart.blogspot.com

      facebook.com/profile.php?id=100003454378730



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