Gründonnerstag: Motorsport einmal anders

26 04 2012 | Christian S. | Kategorie: Gründonnerstag | 0 Kommentare


[Bilder: Anja Sauer]

Motorsport und Nachhaltigkeit – zwei sich ausschließende Dinge – so scheint es zumindest (derzeit noch) zu sein. Und doch gibt es immer wieder Überraschungen.

Keine Frage, zum Motorsport kann man geteilter Meinung sein. Die einen lieben es, die anderen hassen es und der Rest findet es einfach nur langweilig. Fest steht aber, dass bis auf wenige Ausnahmen wie der Formula Student „Rennfahren“ nicht gerade sehr nachhaltig ist. Die Öko-Bilanz können auch der aufwendige Leichtbau und der Einsatz von Hybrid-Antrieben nicht wesentlich verbessern.

Umstritten ist das Thema auch in Wiesbaden, wo zum dritten Mal in Folge die Team-Vorstellung der DTM stattfand und gleichzeitig der CO2-Marathon zu Ende ging. Auf der Wilhelmstraße, direkt von Kurhaus und Casino bewunderten über 70.000 Fans und Schaulustige am letzten Wochenende das Spektakel mit laut brüllenden Motoren und qualmenden Reifen. Neben den neuen Rennwagen der Saison 2012 präsentierten Audi und BMW auf der abgesperrten Strecke auch eine Flotte ihrer sportlichen Aushängeschilder für die Straße. Von Mercedes-Benz erwarteten viele der Besucher sicherlich auch PS-strotzende Boliden und waren umso überraschter, als die DTM-Piloten mit nahezu lautlosen E-Smarts auf die Strecke gingen.

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Einsteigen bitte: Der Spanier Roberto Merhi ist neu in der DTM und im smart ED

Nach anfänglichen Gewöhnungsproblemen kamen Ralf Schumacher & Co. richtig in Fahrt und wurden Runde um Runde immer schneller. Auch ohne V8-Motor unter der Haube lieferten sich die Einzelstücke, die wie die Rennwagen lackiert bzw. beklebt wurden, sehenswerte Duelle und drifteten um die engen Kehren.

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Ungewohnt: Normalerweise ist Ralf Schmumacher mit mehr als 500 PS unterwegs

Susie Wolf, ehem. Susie Stoddart und nur eine von zwei Frauen im DTM-Starterfeld, setzte mit ihrem pinken Smart nicht nur optisch ein Ausrufezeichen, sondern heizte ihren männlichen Teamkollegen richtig ein. Der Neutralität verpflichtet, drücken wir ihr und allen anderen Fahrer(innen) die Daumen für die anstehenden 10 Rennen und hoffen, dass der Motorsport zukünftig noch mehr auf grüne Technologien setzt. Vielleicht wird er sogar ein Motor für die Nachhaltigkeit – Griin würde sich freuen.

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