Zukunftsvision: Selbstleuchtender Nissan Leaf unterwegs auf einem Highway der Zukunft

23 03 2015 | Christian Sauer | Kategorie: Entwicklungen, Zukunftsvisionen | 1 Kommentar

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Können selbstleuchtende Auto bei Nacht auf selbstleuchtenden Straßen mit fluoreszierenden Fahrbahnmarkierungen Laternen ersetzen und damit Energie sparen?

Ín den Niederlanden befuhr der erste Leaf mit phosphoreszierender Lackierung ein zu Testzwecken mit selbstleuchtenden Fahrbahnmarkierungen ausgestattetes Teilstück der N329 bei Oss (Provinz Nordbrabant). 2012 wurde diese im Rahmen des Projekts „Smart Highway“ auf 600 Meter Länge mit bei Dunkelheit blaugrün strahlenden Mittel- und Seitenstreifen versehen.

Dank des in die Farbe gemischten Pulvers absorbieren die gemalten Streifen das Tageslicht und geben die gespeicherte Energie über einen Zeitraum von acht Stunden wieder ab. „Diese Technik macht Straßenlaternen überflüssig und hilft so, den Stromverbrauch zu senken“, sagt der Erfinder des Smart Highways, der niederländische Designer Daan Roosegaarde. „Den ersten in der Nacht selbst leuchtenden Personenwagen in Gestalt des Nissan Leaf auf unserer Straße zu erleben, ist ein Privileg für uns. Denn er spiegelt Ziele wieder, die wir mit unserem dynamischen Lack erreichen wollen.“ Unter anderem könnten die neuartigen Farbmischungen auch dazu genutzt werden, Autofahrer vor Glatteis zu warnen, so Roosegaarde.

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Nissan hat bereits im Februar dieses Jahres als erster Automobilhersteller der Moderne eine bei Einbruch der Dunkelheit selbstleuchtende Autolackierung vorgestellt. Sie speichert tagsüber die UV-Strahlung der Sonne und lässt den zunächst als Einzelstück gefertigten Leaf in Abhängigkeit zum Umgebungslicht acht bis zehn Stunden lang sanft glimmen. Sodass er zum Beispiel auf dunklen Seitenstraßen oder einem unbeleuchteten Parkplatz leichter auszumachen ist. Der nach einer bestimmten Formel entwickelte Leuchtlack besteht ausschließlich aus organischen Stoffen. Unter den Bestandteilen sind auch Strontium Aluminate – geruchsfreie sowie chemisch und biologisch neutrale Pigmente aus der Gruppe der Seltenen Erden.

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Verschiedene Drittanbieter bieten bereits heute nicht-organische Leuchtlacke oder selbstleuchtende Autoüberzüge an. Doch ist Nissan der erste Autobauer, der einen Lack nach dieser umweltfreundlicheren Formel direkt auf die komplette Karosserie aufbringt. Dabei geht es weniger um eine mögliche Freigabe für die Großserie. Vielmehr will das Unternehmen so symbolisieren, dass immer mehr EV-Besitzer ihr Auto mit Hilfe von (erneuerbarer) Solarenergie aufladen.


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