Testfahrt mit dem Opel HydroGen4

13 10 2011 | Dominik | Kategorie: Entwicklungen, Zukunftsvisionen | 0 Kommentare

Opel HydroGen4

Auf der IAA waren batterie-elektrische Autos dieses Jahr im Fokus der Aufmerksamkeit. Doch auch die Brennstoffzelle bleibt ein großes Thema – nicht zuletzt, weil es bereits Modelle gibt, die den Praxistest bestanden haben. Eines davon ist der Opel HydroGen4, den wir kürzlich probefahren durften.

Was ist nicht wusste: Den HydroGen4 gibt es bereits seit 2007. Und schon seit 2008 sammelt Opel damit Praxiserfahrung in Deutschland: 10 Stück sind z.B. in Berlin im Einsatz und zwar im Projekt Clean Energy Partnership, dem Hessen gerade beigetreten ist (siehe Griin-Artikel). ADAC, Allianz, Coca-Cola, Hilton, Ikea, Linde, Schindler, Springer Verlag, Total und Veolia – allesamt fahren sie einen. Und eben Griin:

Opel HydroGen4

Der HydroGen4 basiert auf dem GM-Modell Chevrolet Equinox, hat eine Brennstoffzelle mit 440 Zellen und einer Leistung von 93 kW. Als Energiespeicher dient einen Nickel-Metallhydrid-Akkumulator mit 1,8 kWh und 320 Nm Drehmoment. Und die spürt man von der ersten Umdrehung an. Es ist immer wieder beeindruckend, wieviel Dynamik Elektromotoren auf die Straße bringen.

Der Wasserstofftanks fasst 4,2 kg Wasserstoff, was theoretisch für etwa 320 km reicht. Die erreicht man in der Praxis wohl aber auch dann nicht, wenn man die Höchstgeschwindigkeitvon 160 km/h nicht ausreizt. Aber das tut dem Fahrerlebnis keinen Abbruch: Der HydroGen4 fühlt sich nach Fahren ohne Kompromisse an.

In der Mittelkonsole sitzt ein großes Display, das dem Fahrer nützliche Zusatzinfos visualisiert – ähnlich wie beim Ampera z.B. Infos über den Ladezustand der Batterie und die Bremskraft-Rückgewinnung:

Opel HydroGen4

Alles in allem ein überzeugendes Fahrerlebnis. Griin likes Opel HydroGen4

Opel HydroGen4

Für Griin bin ich mittlerweile ja schon mehrere Brennstoffzellen-Fahrzeuge gefahren – u.a. Daimlers F-Cell B-Klasse und eben den Opel HydroGen4. Und ich muss sagen: Brennstoffzellen-Autos haben mich vom Fahrzeug her bisher allesamt überzeugt. Sie bieten kompromislose, alltagstaugliche Mobilität mit hoher Dynamik.

Kritisch werde ich nur bei der Frage nach der Infrastruktur: Wasserstoff-Tankstellen und die Technologie & Infrastruktur drumherum müssen eben komplett neu aufgebaut werden, während das Strom-Netzwerk in nahezu allen relevanten Märkten der Welt weit ausgebaut ist… Ob sich die Technologie angesichts dieses Investitionsbedarfs durchsetzt? Was denkst du?

[Mehr Bilder, wie immer, im Griin-Flickr-Account]


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