Interview mit Wunderakku-Erfinder Mirko Hannemann bei der Berliner Zeitung

31 07 2011 | Sabrina | Kategorie: Entwicklungen | 1 Kommentar


[Bild via focus.de]

Es war ja durchaus eine spektakuläre Sache: erst schafft es ein junger Daniel Düsendrieb (namens Mirko Hannemann) einen Wunderakku herzustellen und mit dem lekker Mobil von Berlin bis nach München zu fahren ohne den Kolibri-Akku zu laden, dann gibt es Zweifel an der Echtheit der Fahrt, dann brannte zu allem Überfluss die Lagerhalle, samt lekker Mobil ab und die Gerüchteküche brodelte. Trotzdem konnte Hannemann beweisen, was seine Erfindung drauf hat – die Dekra bestätigte beim unabhängigen Test, dass die Batterie 454, 82 km zurücklegen kann. Im Interview mit der Berliner Zeitung erzählt Hannemann jetzt von seinen Plänen – und warum er immer wieder 600 Millionen Euro -Angebote ablehnt.

Ich würde ihn ja wahnsinnig gerne selbst mal treffen, um mir ein Bild von ihm zu machen – was ist das für ein Mensch, der eine Erfindung macht, wegen der sich Physik-Professoren in Foren die Haare raufen, die am Ende aber doch bestätigt wird? Woher kommt die Mischung aus Mut und Genie und ein kleinwenig Arroganz? Und vor allem – wie geht es weiter mit dem Wunderakku?

Im Interview bekommt man zumindest einen kleinen Eindruck von Hannemann. Z.B. sagt er, dass es ihm nicht um’s Geld geht. Er habe einige Angebote mit sehr hohen Summen abgelehnt, denn: „Wir wollen nicht, dass einer unsere Technologie nur für seinen Bereich nutzt und sie damit blockiert. Sei es ein Autohersteller, ein Chemieunternehmen oder ein Energieversorger.“

Zur Entwicklung eines Elektroautos bis zur Serienreife sagt er: „Wir bräuchten neun Monate bis ein Jahr, um eine Serienproduktion auf die Beine zu stellen. Daran soll es nicht scheitern. Dann müsste ein Elektroauto mit 300 Kilometern Reichweite nicht teurer sein als ein ähnliches normales Auto.“ Wie konkret die Pläne dafür aussehen (es ist die Rede von einem süddeutschen Hersteller), ist mir nicht wirklich klar geworden. Dafür steht für mich fest: diesen Hannemann sollten wir im Auge behalten. Wir werden sicher noch einiges von ihm hören.

[hier alle griin-Beiträge zum Thema; außerdem lohnt es sich sehr das ganze Interview zu lesen]


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