Ein Auto mit zwei Reifen: Der C-1 eScooter |
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“Motorräder und Roller haben sich in den letzten 50 bis 60 Jahren kaum verändert”, sagt Firmengründer Daniel Kim: “Wir werden sie neu erfinden.” Und er könnte damit Erfolg haben – denn sein Konzept sieht nach einer kleinen Revolution aus.
Ausgangspunkt seiner Idee war folgende Überlegung: “Motorräder sind nicht sicher, aber effizient. Autos sind sicher, aber ineffizient. Drittens: 70 Prozent der Amerikaner sind alleine im Auto unterwegs.” Die Lösung: Das beste aus beiden Welten vereinen.
Der C-1 ist leicht und wendig wie ein Roller, aber vollverkleidet wie ein Auto; er braucht so wenig (Park-)Platz wie ein Roller, aber hat ein Lenkrad wie ein Auto. Und das wichtigste: Er ist effizient wie ein Roller, aber sicher wie ein Auto. Wie das gehen soll?
“Wir nennen es Magie”, sagt Daniel Kim – und meint damit zum Glück nicht Zauberei, sondern eine Technologie, auf die sein Startup Lit Motors das Patent hält: Ein sogenanntes Gyroskop, also einen Kreisel im Inneren des C-1, der sich in hohem Tempo um die eigene Achse dreht und durch die Zentrifugal-Kraft den Roller stabilisiert. Dadurch soll der C-1 auch im Stand aufrecht stehenbleiben – und selbst im Falle eines Unfalls (im Bild gelb zu sehen):
Der C-1 soll also die Lücke zwischen Autos und Rollern füllen und damit zum idealen Pendler-Fahrzeug werden. Denn im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln vereint er viele Vorteile: im Gegensatz zum ÖPNV sind wir individuell mobil, im Vergleich zum Auto können wir Staus umfahren und leicht Parkplätze finden, anders als beim Fahrrad kommen wir ohne zu Schwitzen ins Büro und im Gegensatz zum Roller werden wir nicht nass – außerdem hält unsere Frisur, weil wir keinen Helm brauchen.
Die harten Fakten: Von 0 auf 100 soll’s der C-1 in 8 Sekunden schaffen, Spitzengeschwindigkeit von 120km/h und eine Reichweite von sagenhaften 320km. Als “rollendes Smartphone” soll der C-1 außerdem mit Internet, Multimedia & intelligenter Navigation aufwarten. Zielpreis sind 16.000 Dollar.
Viel für ein Motorrad, wenig für ein e-Auto. Lieber Gott, bitte lass den C-1 Wirklichkeit werden…
Und weils so schön ist noch zwei Videos (einmal informativ, einmal werblich):
[Mehr Infos bei ZEITonline]

















interessantes Konzept. Rechnen wir den obigen Dollarpreis von 16.000 Dolare in Euro um, ist er immer noch billiger als das A-Klasse Modell von Mercedes, das 2012 auf den Markt kommen soll.
Aber:
Wenn Angela Merkel 2020 verkünden soll, wo die 1.000.000 Elektrofahrzeuge eigentlich sind, dann ist sie gut beraten, wenn sie blitzschnell antwortet: “Wieso, die haben wir doch schon seit mehreren Jahrzenten”. Das nenne ich richtiges Inklusionsmanagement. Richtig sie hat dann die vielen vielen Elektro Rollstuhlfahrer gezählt. Denn sie wurde einst nur nach Elektrofahrzeugen gefragt. Oder haben Sie schon mal einen Rollstuhl mit Verbrennungsmotor gesehen? Ich selbst fahre seit über 30 Jahren eRollis von verschiedenen Herstellern und bin sehr zufrieden. Meine Durchschnittsgeschwindigkeit bringt mich bei mittel-großen Städten schneller ans Endziel, als so mancher Kolbenbesitzer. Da fällt mir nur ein “Rent a handicap”. Mit Zusammen mit Sascha Kircher waren wir für einen Tag auf der eCarTec 2011.
johannesbosch.de