Der Prius als Primus? Ein Hybrid an der Leine.

13 05 2010 | Dominik | Kategorie: Entwicklungen | 0 Kommentare

Toyota Prius Mk3 Plug-in Hybrid Concept

Den Toyota Prius könnte man in vielerlei Hinsicht als Branchenprimus bezeichnen. So war Toyota seinerzeit einer der ersten Hersteller, der mit der Entwicklung eines Hybrid-Fahrzeuges ernst machte und heute ist der Prius das mit Abstand meistverkaufte Hybrid-Modell überhaupt. Ob die Branche aber auch dem jüngsten Schritt Toyotas folgen wird, ist fraglich.

Denn der Prius kommt an die Leine. Genauer gesagt an’s Kabel. Denn in der nächsten Generation des Prius soll der Elektromotor nicht mehr, wie bei Hybrid-Fahrzeugen gewöhnlich, über den Verbrennungsmotor und die Bremsenergie geladen werden, sondern vor allem über die Steckdose.

Mit diesem Schritt will Toyota unter anderem die elektrische Fahrleistung deutlich erhöhen: Von derzeit knapp 3km soll die rein elektrische Reichweite auf bis zu 20km erhöht werden. Das führt zu einer Gesamt-Reichweite von 1.000km und senkt zusätzlich noch den Sprit-Verbrauch um ein Drittel auf sparsame 2,6 Liter pro 100km. Die Ladezeit für den Akku soll dabei 90 Minuten betragen, sodass der Prius auch während dem Einkaufen nachladen kann – zum Beispiel an einer der 150 eigens errichteten Ladestationen in Straßburg, wo Toyota in Zusammenarbeit mit dem Energieversorger EDF in den nächsten drei Jahren ein Pilotprojekt mit 100 Fahrzeugen durchführt. (Auführlichere Infos gibt es bei Welt-Online)

Im ‘Anleinen’ des Prius sieht Toyota eine Chance, die Hybrid-Technologie alltagstauglicher und leistungsfähiger zumachen. Ob die Branche diese Auffassung teilt und dem Schritt folgt, ist fraglich. Ein Hinweis könnte die Ankündigung des BMW-Vorstandschefs Reithofer sein, er setze für die Zukunft auf Plugin-Hybrid-Technologie.


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